Trolleybusse kehren nach Innsbruck zurück – Urban Transport Magazine
Fonte: urban-transport-magazine.com | Data: 02/05/2026 06:47:51

Simulation des neuen eBus Innsbruck | © IVB
Trolleybusse werden 2029 in die österreichische Stadt Innsbruck zurückkehren. Der Übergangsprozess dafür wird bereits jetzt eingeleitet und die entsprenden Investitionsen auf den Weg gebracht. Eine Festbestellung über den Kauf neuer Batterie-Oberleitungsbusse soll in Kürze als Teil einer gemeinsamen Rahmenvereinbarung mit den Salzburger Verkehrsbetrieben unterzeichnet werden.
Oberleitungsbusse waren bereits zweimal in der Stadt im Einsatz – erstmals zwischen 1944 und 1976 mit 3 Linien, die von 19 Oberleitungsbussen bedient wurden. Zwischen 1988 und 2007 kehrten die Trolleybusse auf zwei Linien, die von 26 Oberleitungsbussen bedient wurden, nach Innsbruck zurück.



Nun haben die Republik Österreich und die Stadt Innsbruck beschlossen, sich ein drittes Mal dafür zu entscheiden, Oberleitungsbusse in die Tiroler Landeshauptstadt zurückzubringen – diesmal unter der Bezeichnung „eBus“. In einem ersten Schritt werden zwei Linien mit In-Motion-Charging-System (IMC) eingerichtet: die Linie C (die zwischen 1944 und 1971 mit Oberleitungsbussen betrieben wurde) und die Linie R (die zwischen 1988 und 2006 mit Oberleitungsbussen bedient wurde). Darüber hinaus werden ab 2029 auch die reinen Nachtlinien N1 und N3 mit Oberleitungsbussen bedient. IMC bedeutet hier, dass auf einer Länge von 18,2 km – überwiegend ausserhalb des Zentrums – neue Oberleitungen verlegt werden, die einen Teil der zu bedienenden Strecken abdecken, während die übrigen Abschnitte der Linien im Batteriebetrieb gefahren werden. 20 neue Hess lighTram® 19 DC, die Teil einer gemeinsamen Bestellung mit der Salzburg AG sind (wir berichteten HIER), werden in den kommenden Monaten beim Hersteller aus dem schweizerischen Bellach bestellt. Diese Batterie-Oberleitungsbusse verfügen über einen 230-kW-Elektromotor und eine 69-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. Die Auslieferung wird für 2029 erwartet.
Es bestehen weitere Pläne, ein noch größeres städtisches und regionales IMC-System aufzubauen, doch der erste Schritt ist nun durch die Bereitstellung von Bundesmitteln gesichert, um die Oberleitungsbusse nach Innsbruck zurückzubringen. Es wird erwartet, dass diese 50% der Investitionskosten übernehmen.
26.04.2026